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Turistické informační centrum Kuks, č. p. 72

Tourist-Info Kuks


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+420 499 422 423

Adresse

Kuks 72 
544 43 Kuks

Öffnungszeit
April: Fr, Sa, So
9.00–16.00

Mai–September: Di–So
9.00–17.00


Oktober: Fr, Sa, So
9.00–16.00

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Trasse 1
Sporcks Kuks

Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch das ehemalige Barockbad in Kuks, wie es zur Zeit seines höchsten Ruhmes ausgesehen hat. Der Weg ist bei jedem Wetter begehbar. Er beginnt und endet am Parkplatz an der Einfahrt von Kuks.

 

1. Sporcks Kuks

Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch das ehemalige Barockbad. Es lag inmitten eines Parks voller Tiere. Wir stellen es Ihnen so vor, wie es zu Zeiten seiner größten Blüte aussah. Damals war es berühmter als Karlsbad und eines der kulturellen Zentren Europas.  Erleben auch Sie das Außergewöhnliche dieses Ortes, lassen Sie sich von ihm inspirieren und nehmen Sie zumindest ein „kuks“ mit nach Hause.

 

Als Franz Anton Graf Sporck 1692 im Elbtal einen Ort für ein eigenes Kurbad suchte, ahnte er nicht, welche Elite von Persönlichkeiten er dorthin würde einladen können: Alliprandi, Braun, Brandl, Rentz, Hanke, Rademin, Denzio, um nur einige zu nennen. Alle haben sie dieses neu entdeckte Tal bereichert und einen Teil dieses Reichtums verteilt Kuks auch heute noch.

 

Was bedeutet kuks?
Das mittelalterliche Wort kuks (kuckus) bezeichnet einen Anteil am Gewinn aus dem Gold- oder Silberbergbau. Einer der ehemaligen Tagebaue lag dort, wo heute der Parkplatz ist. Neben den Bergwerken gab es in Kuks am Ufer der Elbe auch eine Fundstätte für böhmischen Granat.

 

2. Repräsentativer als Karlsbad

Graf Sporck war ein Bewunderer des großzügigen gesellschaftlichen Lebens am Hof von Ludwig XIV. in Versailles. Als er erfuhr, dass im unbesiedelten Elbetal eine dreifache ergiebige und angeblich heilkräftige Quelle entspringt, ließ er von Prager Ärzten ihre Zusammensetzung untersuchen und  nachdem er ihren Bericht erhalten hatte, zögerte er keinen Augenblick und begann mit der Verwirklichung seines Vorhabens: Er baute ein Kurbad, das zu seiner Zeit sogar Karlsbad überflügelte.

 

Barockes Bad, barocke Landschaft
Das Spital am anderen Ufer ist nur ein Bruchteil des weitläufigen Komplexes. Innerhalb von 20 Jahren wuchsen Kurhäuser, Schloss, Rennbahn, Theater, das Philosophenhaus mit der Bibliothek und vieles mehr empor. Graf Sporck richtete sein Augenmerk auch auf die Landschaft in der Umgebung und so entstanden z.B. rechteckige Einschläge in den umliegenden Wäldern für Jagdveranstaltungen oder das wildromantische Barock-Bethlehem von Braun.

 

Bequemlichkeit für Gäste
Das älteste noch erhaltene Gebäude ist die frühere Gastwirtschaft Zur Goldenen Sonne von 1699. Nicht weit davon ließ Sporck ein Theater aus Holz errichten (heute steht hier das Jugendstilgebäude der ehemaligen Schule). Es war das drittälteste Theater in Böhmen und es traten hier berühmte Wandertruppen aus ganz Europa auf. Vor dem Theater stand ab 1708 die mechanische Turmuhr von Christoph Lorentz Pfeiffer (die sog. Christliche Uhr),  die mit verschiedenen Figuren des Alten und Neuen Testaments geschmückt war.

 

3. Das Sporck-Schloss

Achtung! Auf dem Hügel gegenüber steht kein Schloss, sondern ein Spital, ursprünglich eine Versorgungsanstalt für Veteranen. Im Vergleich damit sah das Schloss unspektakulär aus (es stand auf dem Platz vor Ihnen). Zu beiden Seiten verliefen lange Flügel, die eine Kolonnade bildeten, d.h. mehrstöckige Arkaden als Verbindung zwischen einer langen Reihe von Gebäuden für die Kurgäste.

Das Bad befand sich im Erdgeschoss des Schlosses, wo noch heute das Wasser einer Kukser Quelle hervorsprudelt. Direkt über der Quelle Fons vivus (Lebensbrunn) stand die heute nicht mehr vorhandene Kapelle Himmelfahrt der Jungfrau Maria (geweiht 1696).

 

Im Erdgeschoss das Heilbad...
Im Erdgeschoss des Schlosses befand sich das Heilbad mit 12 Badstuben. Männer und Frauen waren getrennt, denn Sporck hielt auf gute Sitten. Die Gäste konnten sich die Wassertemperatur nach Belieben zusammenmischen, aus den Messinghähnen floss warmes und auch kaltes Wasser. Das überschüssige Wasser strömte über die Muschelgeländer der Kaskadentreppe unterhalb des Schlosses direkt in die Elbe.

 

... und im ersten Stock die Residenz
Nach den Kuranwendungen traf sich die Gesellschaft im Repräsentationssaal über dem Heilbad, wo Bälle und andere Vergnügungen stattfanden. Ein Stockwerk höher lagen die Zimmer der Familie Sporck. Zum Abschluss des Abends pflegte der Graf die Gäste immer auf den Balkon zu führen und zeigte ihnen das Ewige Licht, das aus der Grabstätte am gegenüber liegenden Ufer leuchtete, und erinnerte damit alle an die Vergänglichkeit des Lebens

 

4. Wein und Weinlese
Georg Heinrich Weiss führt in seiner lateinischen Dissertation „Über die Herbstquelle“ aus dem Jahr 1726 an, dass es den Kurgästen gestattet war, „die gut gebrauten und gereinigten Biere zu trinken, die hier verkauft wurden, und auch ungarische und böhmische Weine mit gutem Ruf, transparent und klar, die zwischen dem Mittags- und dem Nachtmahl getrunken wurden, weil sie harntreibend sind und das Innere reinigen“.

In Kuks selbst wurde kein Wein angebaut, aber oberhalb des in der Nähe gelegenen Heřmanice gibt es einen Hügel, der bis heute den Namen Vinice (Weinberg) trägt.

 

Wissen Sie, was Brynč ist?
Der Weinberg im Kuks-Tal wurde 2005 bepflanzt und die erste Ernte wurde im Jahr 2008 eingefahren. Auf dem mergelhaltigen Boden wachsen seitdem Weinstöcke traditioneller Burgundersorten – Pinot blanc, gris und noir –, aber auch Weißer Traminer, eine vergessene Rebsorte unserer Vorväter mit dem schönen Namen Brynč. Die Weinstöcke werden nach alter Art „über Kopf“ gezogen. Das ist arbeitsaufwändiger, die Ernte ist geringer, aber die Trauben sind besser ausgereift.

 

Weinlese in Kuks
Der Höhepunkt der Touristensaison ist die Weinlese im September in Kuks. Genauso wie zu Lebzeiten des Grafen Sporck sprudelt dann über die Kaskadentreppe anstelle von Heilwasser Wein und die Besucher genießen die kulturellen Ereignisse, aber auch die Erlebnisse für Kehle und Gaumen.

 

5. Das Barocktheater

Graf Sporck sorgte dafür, dass sich seine Gäste keinen Augenblick langweilten und neben Kurprozeduren, Ausflügen, Vogelfang und Parforcejagden bot er ihnen auch ein Theater. Das Comoedien-Haus in Kuks war ab 1702 Spielstätte für Theatertruppen aus ganz Europa, Puppenspiele und Ballettaufführungen. In diesem drittältesten Barocktheater Böhmens erklang ab 1724 auch die Produktion der Peruzzi-Denzio Operngesellschaft aus Venedig, deren Sänger von Antonio Vivaldi persönlich ausgesucht wurden.

 

Theatrum Kuks
Das ursprüngliche Theater stand in der Nähe der Gastwirtschaft Zur Goldenen Sonne. Der Mauerbau links von Ihnen ist das neue Comoedien-Haus, in dem jedes Jahr zum Sommerausgang das Barocktheater-Festival für Oper und Musik Theatrum Kuks stattfindet.

 

Herrschaftliche Küche
Das halb aus Holz errichtete Gebäude Nr. 53 auf der anderen Straßenseite, gegenüber dem Comoedien-Haus, stammt von 1694 und war früher mit der Kolonnade verbunden. In ihm war die herrschaftliche Küche untergebracht und hier kochte man für die Schlossgäste. Neben dem Essen für die gräfliche Familie wurde hier sicherlich auch der Kaffee zur Linderung der gräflichen Gebrechen zubereitet.

 

6. Die Fabrik über der Quelle

Eine der ergiebigen Quellen entspringt unterhalb des Fabrikgebäudes vor Ihnen. Oberhalb dieser Quelle ließ Graf Sporck für seine Gäste am östlichen Ende des Bades einen großen hölzernen Altan und später auch ein Kurhaus errichten. Von derselben Quelle wurde 100 Jahre später auch die Textilbandfabrik versorgt.

 

Die Fabrik Jeschke
Das frühere Kurhaus über einer der Quellen wurde 1856 zur Maschinenspinnerei der Firma Jeschke umgebaut, die Textilbänder produzierte. Das Geschäft blühte und die Fabrik gehörte bald zu den größten Herstellern von Seiden- und anderen Bändern im Böhmischen Königreich. Das Unternehmen hatte 30 Beschäftigte, und zwar bis 1951, als die Produktion nach Dobruška verlagert wurde. Heute beherbergt das Gebäude ein privates Oldtimermuseum.

 

Die Villa Jeschke
Gegenüber den Fabrikgebäuden steht eine mehrstöckige Jugendstil-Villa. Sie hatte sich der Eigentümer der Textilfabrik, Carl Jeschke, in enger Nachbarschaft zu seinem ursprünglichen Haus, einem kleinen Blockhäuschen (nicht erhalten), errichten lassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte in der Villa Jeschke der Örtliche Nationalausschuss (MNV) seinen Sitz, heute befindet sich hier die Touristeninformation.

 

7. Die Uferkolonnade

Die Häuser am Ufer sind die letzte Erinnerung an das barocke Bad. Sie dienten zur Unterbringung der Kurgäste, die prominenteren wohnten jedoch oben am Schloss. Zwischen den Häusern unterhalb der Treppe lag der Ballplatz, wo getanzt wurde. Die Gastwirtschaft rechts steht dort schon seit 1720. Sie wurde häufig von den Kurgästen besucht und später auch von den Veteranen aus dem Spital.

 

Die Kaskadentreppe
Oberhalb der mächtigen Treppe, die von Kaskaden gesäumt ist, stand das Schloss mit den Kureinrichtungen und zu beiden Seiten blühte ein französischer Garten mit den Springbrunnen Diana und Aktaion. Die beiden Tritonstatuen gießen noch heute über das Treppengeländer aus Muscheln das Wasser der Kukser Quelle, die oberhalb der Treppe zu sehen ist.

 

Der Mäzen und sein Bildhauer
Es war ein glückliches und fruchtbares Zusammentreffen zwischen einem anspruchsvollen Auftraggeber für ungewöhnliche Aufgaben und dem talentierten und ehrgeizigen Matthias Bernard Braun. Es dauerte etwa 20 Jahre lang an und das Ergebnis waren zahlreiche herrliche Werke. Die Ausschmückung des Bades Kuks mit Statuen, die Allegorien der Tugenden und der Laster vor dem Spital oder Brauns Bethlehem unweit davon sind Meisterwerke der barocken Bildhauerei in den böhmischen Ländern.

 

8. Das Ufer des Lebens und das Ufer des Todes

Schon auf zeitgenössischen Stichen aus der Vogelperspektive fällt auf, dass die Erbauer ein geschlossenes Ganzes geschaffen haben. Seine Symmetrie und Ordnung werden durch den Kampf der Gegensätze entlang der Hauptachse, der Elbe, bestimmt. Das Ufer des Lebens gegen das Ufer des Todes. Sie stehen inmitten eines abgegrenzten Geländes, das durch mehrere besondere Anziehungspunkte für die Gäste gebildet wird. Auf der einen Seite liegt das weltliche Ufer mit dem Schloss, dem Bad und dem Theater und auf der anderen die geistliche Welt der Kirche, des Spitals, des Friedhofs und des Sporck’schen Familiengrabs.

 

Unterhaltung zwischen Leben und Tod
Über die Brücke mit den Harlekinstatuen gelangten die Gäste zur Rennbahn mit den 40 Braun’schen Zwergen, die angeblich den Feinden von Sporck ähnlich sahen. Dort fanden Geschicklichkeitsturniere statt, bei denen die Reiter miteinander wetteiferten. Außerdem gab es hier ein natürliches Labyrinth, einen kleinen Altan mit Billardspiel und einen Taubenschlag. Ganz abseits auf der Wiese stand das Philosophenhaus, eine Bibliothek mit 40.000 wertvollen Büchern, darunter auch zahlreichen nicht katholischen. In der näheren und weiteren Umgebung waren zudem sechs Einsiedeleien zu finden.

 

Die Symmetrie von Alliprandi
Wenn die bildhauerischen Werke von Braun Kuks Glanz und Seele verliehen haben, so ist die Architektur von Alliprandi sein Körper. Giovanni Battista Alliprandi, einer der besten Architekten jener Zeit, war der Schöpfer des Gesamtkonzepts für dieses achsensymmetrische Areal voller Beziehungen und Gegensätze.

 

9. Lutheraner unter Katholiken

Dank der prächtigen zeitgenössischen Stiche des Hofgraveurs, Grafikers und Dichters Michael Rentz können wir uns heute zumindest teilweise das Wunder von Kuks zur Zeit seiner größten Blüte vorstellen. Sporck war so begeistert von Rentz’ Talent, dass ihn sogar die Inquisition beschuldigte, er beherberge in Kuks einen Lutheraner. Rentz hat für den Grafen in der sog. Bücher-Kammer auf einer Handpresse Hunderttausende von Kupferstichen gedruckt, darunter Tausende von gräflichen Porträts.

 

Das Rentz-Häuschen
Die ersten Jahre in Kuks wohnte und arbeitete Rentz offenbar im Spital. Das Holzhaus vor Ihnen wurde damals vom gräflichen Kammerherrn Georg Simon bewohnt. Nach seinem Tod wurde es von Rentz erworben, der hier noch 20 Jahre nach der Aufgabe des Bades wohnte. In dem Häuschen des Protestanten Rentz hat Sporck nicht-katholische Bücher vor den katholischen Eiferern versteckt.

 

Die Rentz’sche Werkstatt: Die Bücher-Kammer
In das kleine Häuschen hätte eine riesige Walzenpresse nicht hineingepasst und darüber hinaus stand das gerade fertiggestellte Spital leer. Die ersten Almosenempfänger wurden hier erst von der Tochter des Grafen Sporck 1744 angesiedelt. Es war hier also genug Platz für die berühmte Werkstatt, die Bücher-Kammer des Michael Rentz.

 

Sie kennen keinen einzigen Kupferstich von Rentz?
Aber ja doch. An jeder Station stellt einer Ihnen das Kuks von 1724 vor. Niemand vor Rentz hatte die Idee, auf die Höhen über dem Tal zu steigen und das Bad- und auch das Spitalufer auf einem einzigen Bild darzustellen.

 

10. Die Handwerkerhäuschen

Das Kukser Tal erlebte 1700 einen großen Bauboom. An dem bisher menschenleeren Ort mussten plötzlich zuerst Bauarbeiter und Handwerker untergebracht werden und später auch das Kurbadpersonal, das sich um einen angenehmen Aufenthalt für die Gäste kümmerte.

Zu den Dienstboten der Herrschaft gehörten Truchsess, „Zimmerwärter“, Jäger, Kammerherr, Oberkoch, Kapellmeister und Organist, aber auch eine Reihe geringerer Bediensteter wie Lakaien, Pagen, Gärtner und anderes Wirtschaftspersonal.

 

Die Steinerne Quelle
Sie stehen an der steinernen Quelle. Hier, inmitten der Blockhäuser an der Wegkreuzung, entspringt eine der zahlreichen Kukser Quellen. Im Ort haben sich einige ähnliche Quellen erhalten, die Sie in verschiedenen malerischen Ecken finden.

 

Die Blockhäuser
Die Dienstbotenhäuschen entstanden gleichzeitig mit dem Kurbad und bilden ein bis heute gut erhaltenes Holzhaus-Ensemble. Sie wurden außerhalb des Kurbadzentrums errichtet. Die meisten der erhaltenen Holzhäuser wurden 1703 gebaut. Die gesamte Gemeinde gehört zum sog. Denkmalschutzgebiet Kuks – Betlém.

 

11. Das Haus des herrschaftlichen Verwalters

Auf dem höchsten Punkt über dem Kurbad und genau auf der gedachten Achse Spital – Schloss steht seit 1724 das Haus des herrschaftlichen Verwalters oder Hauptmanns. Er war der höchste Beamte und von seinem mit vier Ecktürmchen geschmückten Haus aus hatte er sicher einen perfekten Überblick über das Geschehen. Das Kukser Tal lag vor ihm ausgebreitet und von den oberen Stockwerken aus konnte er die gesamte übrige Herrschaft übersehen.

 

Hofmeister Seemann
Der Arbeit der einzelnen Beamten wurde vom gräflichen Hofmeister überwacht, der jedes Jahr mit seinem Herrn hierher kam. Von 1726 an hatte Tobias Josef Antonín Seemann dieses Amt inne.

Die Aufzeichnungen in seinen Kalendern informieren uns genau über das Leben von Sporck. In dessen Diensten hatte er schon früher gestanden und hatte ihn als Organist und Kapellmeister des gräflichen Hausensembles unterhalten, für das er die Melodien zu den sog. Sporck-Arien komponierte.

 

Die Herrschaft Gradlitz bei Königinhof
Die Herrschaft ist nach einer nahen Ortschaft (heute: Chroustníkovo Hradiště) benannt, nach 1696 war sie aber das eigentliche Zentrum von Kuks. Graf Sporck verbrachte hier mit seinen Gästen regelmäßig den Sommer, den Rest des Jahres wohnte er entweder auf seinem Schloss, in Lysá nad Labem oder seinem Prager Palais oder war auf Reisen.

Nach seinem Tod wurde die Spitalstiftung Eigentümerin der Herrschaft und finanzierte aus deren Erträgen den Betrieb des Spitals in Kuks bis 1945.

 

12. Verfall und Wiedergeburt von Kuks


Ebenso schnell wie das Kurbad in Kuks entstanden war, verschwand es auch wieder. Seinen Gründer Franz Anton Graf von Sporck überlebte es nur um zwei Jahre. 1740 erlebte es einen Wirbelsturm und ein großes Hochwasser.  Das Tal zu beiden Seiten der Elbe wurde verwüstet, die Rennbahn vernichtet und die Brücke über den Fluss sowie zahlreiche Statuen fortgeschwemmt. Das war das Ende des Kurbads.

 

Ende des Kurbads, Beginn des Spitals
Das Zeitalter der Badefreuden wird abgelöst von der Pflege von Alten, Kranken und Verwundeten. Während das Kurbad weiter verfiel, begann sich das Spital mit seinen rund 100 Plätzen für Veteranen langsam zu füllen und zu entwickeln.

In Kriegszeiten diente es als Militärlazarett und allein 1757 kamen 6000 verwundete Soldaten aus Schlesien. Zwei Drittel von ihnen (und mit ihnen die meisten Einwohner von Kuks) wurden nach einer Pestepidemie in einem Massengrab unweit der Marterln beerdigt, an denen Sie gerade stehen. Diese befanden sich früher ein Stück weiter, an der heutigen Straße von Jaroměř nach Trutnov.

 

Die Wiedergeburt von Kuks
Die Kurgebäude waren verlassen und verfielen. Der Niedergang wurde besiegelt durch ein Feuer, nach dem 1901 der Rest des Schlosses abgebrochen wurde. Heute werden das Spital und auch der Ort einer umfangreichen Sanierung unterzogen, die von den historischen Zusammenhängen ausgeht und auf einer Initiative des Bezirks Hradec Králové, der Gemeinde Kuks und anderen Partnern beruht. Die Erneuerung wird zum großen Teil aus EU-Mitteln finanziert.