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Turistické informační centrum Kuks, č. p. 72

Tourist-Info Kuks


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info@revitalizacekuks.cz
+420 499 422 423

Adresse

Kuks 72 
544 43 Kuks

Öffnungszeit
April: Fr, Sa, So
9.00–16.00

Mai–September: Di–So
9.00–17.00


Oktober: Fr, Sa, So
9.00–16.00

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Trasse 2
Gehen wir zusammen nach Bethlehem

Wir bringen Sie von Kuks zum Braun’schen Bethlehem und zurück. Sie sehen ein Meisterwerk des böhmischen Barock: eine in den Felsen hinein komponierte Galerie von Statuen von Matthias Braun. Die ganze Strecke ist 7 km lang. Wir empfehlen festes Schuhwerk.

 
Sie haben keine Lust zu Fuß zu gehen?
Zum Braun’schen Bethlehem können Sie auch mit dem Auto fahren. Am Eingang liegt ein Parkplatz und es erwartet Sie ein gemütlicher 30-minütiger Spaziergang rund um die Statuen.

 

1. Gehen wir zusammen nach Bethlehem

Wer Brauns Bethlehem nicht gesehen hat, kann nicht von sich sagen, dass er Kuks besucht hat.  Wir nehmen Sie mit auf einen Spaziergang an einen Ort, der schon vor 300 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für die Kurgäste war. 

Aus dem so genannten Neuwald wurde auf Befehl des Grafen Sporck ein Park voller Fontänen, Einsiedeleien, Kapellen und Bilder. Matthias Braun schuf hier eine Reihe von Monumentalplastiken, und zwar direkt in den Sandsteinfelsen und Felsblöcken zwischen den Bäumen und so entstand hier eine einzigartige Skulpturengalerie unter freiem Himmel.

 

2. Einsiedeleien und Steinbrüche bei Kuks


Graf Sporck ließ in der Umgebung von Kuks mehrere Einsiedeleien errichten. Die dorthin verpflichteten Klausner sollten seinen Gästen und Jagdteilnehmern Erfrischungen und Ruhepausen auf dem Weg zu Brauns Bethlehem anbieten. Auf dem gegenüberliegenden Ufer stand die Einsiedelei S. Francisci.

Erhalten hat sich nur ein Relief, das hier von Matthias Braun aus dem Felsen gehauen worden war. (Sie können es vom Weg von Brauns Bethlehem aus sehen).

Im nahe gelegenen Steinbruch des Hl. Clemens wurden die Steine für Kuks und auch für die Festung Josefov gebrochen. Heute dient er als natürliche Skulpturengalerie.

 

3. Die Dreifaltigkeitskapelle

Die Kapelle steht heute auf halbem Weg zu Brauns Bethlehem. Sie wurde 1720 von der Braun’schen Werkstatt auf Anordnung des Grafen Sporck an der Stelle errichtet, wo die Brücke über die Elbe begann. Damals befand sich das Bad bereits auf dem Höhepunkt seines Ruhms und der Graf wandte sich nun der großzügigen Umgestaltung der umliegenden Landschaft zu. Zur Unterhaltung der Kurgäste entstanden zahlreiche Kapellen, Alleen, Klausen, Altane und Fontänen und das ganze Werk wurde einige Jahre später durch die Entstehung von Brauns Bethlehem gekrönt (1725-1734).

 

4. Die im Barockstil komponierte Landschaft

Zusammen mit dem Bau des Kurbads ließ Graf Sporck auch die Umgebung von Kuks umgestalten. Es entstand eine im barocken Stil komponierte Landschaft: ein durchdachtes System von Alleen, Waldschneisen, solitären Bäumen, Einsiedeleien, Kreuzen und Statuen der Propheten. Viele der Elemente sind vergangen oder sie wurden von den späteren Eingriffen in die Landschaft nicht verschont. Beispielsweise schneidet die Bahnlinie die ursprüngliche Linie des nicht mehr vorhandenen Kreuzwegs von Žireč (Schurz) und die zeitgenössischen Skulpturen führen den Besucher fort vom Weg zwischen Kuks und Brauns Bethlehem.

 

5. Die Kreuzung im Nový les (Neuwald)

Graf Sporck hat diesen Wald 1717 von der Gemeinde Dvůr Králové nad Labem erworben. Er wird Neuwald genannt, weil dieses Land das letzte war, das er seiner Herrschaft einverleibte. In die Rinde der umgebenden Bäume ließ er verschiedene biblische Szenen einritzen, was den Unwillen der Jesuiten im nahen Žireč erregte. Die nachbarschaftlichen Streitereien mit ihnen führten schließlich zu einer Untersuchung durch die Inquisition, zur Verhaftung des Grafen Sporck und zur Besetzung von Kuks durch die Armee.

 

6. Die Siebenbrunnenallee

Unweit des Waldwegs hat sich eine runde Steinschale erhalten. Sie ist der untere Teil eines Springbrunnens mit einer großen Fontäne, der in der Mitte des Gartens neben der Einsiedelei des Hl. Antonius stand. Von den Quellen beim Braun'schen Bethlehem wurde das Wasser durch Rohre hierher geleitet.

Hinunter zum Fluss führte den Weg entlang die Siebenbrunnenallee. Sie wurde 1732 fertig und bildete eines der wichtigen Ausstattungselemente an der Ausflugsstrecke vom Kukser Tal zu den Statuen im Braun’schen Bethlehem.

 

7. Die Einsiedelei des Hl. Antonius

Auf dem kleinen Hügel stand die Einsiedelei des Heiligen Antonius. Leider ist sie nicht erhalten geblieben, ihr Aussehen kennen wir aber von alten Bildern. Es war ein kleines Gebäude mit zwei Gärten, einem Blumen- und einem Küchengarten. In den Gärten befanden sich große Springbrunnen, die über eine Rohrleitung vom nahe gelegenen Braun’schen Bethlehem mit Wasser versorgt wurden. Von hier aus hatte man eine schöne Aussicht ins Elbetal, ins Riesengebirge und auch auf Kuks. In der Einsiedelei befand sich eine hölzerne Statue des Hl. Antonius, in die die Kurgäste lustige Pamphlete gegen die Jesuiten zu werfen pflegten. Einen Schlüssel zum Kasten im Innern der Statue hatte nur Graf Sporck...



8. Die Einsiedelei des Hl. Paulus und der Jakobusbrunnen

Rechts von Ihnen, direkt gegenüber vom Felsen mit Brauns Bethlehem, stand ein achteckiges Holzhaus, die Einsiedelei des Hl. Paulus. Erhalten hat sich nur am Eingang der steinerne Braun’sche Schemel mit dem offenen Buch. Hier lebte ein Einsiedler, der von Graf Sporck verpflichtet worden war, die Springbrunnen zu bedienen und den Kurgästen Erfrischungen anzubieten.

Über die Sackgasse links kommen Sie zum Jakobusbrunnen. In ihm löscht Christus seinen Durst und spricht mit der Samariterin. Eine starke Quelle, die im Wald entsprang, speiste den Brunnen, aber auch den 8 Meter hohen Springbrunnen und die sieben Fontänen entlang des Wegs bis zur Elbe.


9. Brauns Bethlehem

Das monumentale Relief hinter Ihnen hat diesem Ort seinen Namen gegeben. Matthias Braun hat in der Mitte die Geburt des Herrn mit Maria, Josef und dem kleinen Jesuskind dargestellt. Von links kommen die Drei Könige mit einem reichen Begleitzug und vor der Heiligen Familie knien die Hirten. Den Eingang zur Höhle verbarg das Himmelsgewölbe mit dem Engel Gloria auf dem höchsten Punkt. Die Szenerie wurde vervollständigt durch weitere frei stehende Gestalten, einen großen Brunnen und andere Bauten. Von Brauns Bethlehem ist nur ein Torso übrig geblieben, trotzdem gehört es zu den besten Werken der europäischen Barockkunst.

Die Barockstatuen waren bunt bemalt. In tiefen Falten der Braun’schen Figuren haben sich bis heute Farbreste erhalten.

 

10. Die Vision des Heiligen Hubertus

Graf Sporck war ein begeisterter Jäger. Er begründete den Jagdorden des Heiligen Hubertus (zu dessen berühmten Mitgliedern auch Kaiser Karl VI. gehörte) und machte in Böhmen das Jagdhorn und die Parforcejagd mit Hunden populär. 1722 beauftragte er Matthias Braun damit, an dieser Stelle direkt aus dem gewachsenen Felsen die Geschichte des Hl. Hubertus herauszumeißeln, des Patrons aller Jäger. Es war das erste wichtige Werk, das Braun hier vollendet hat. Zwei Jahre nach der Fertigstellung des Hubertusreliefs entstand die Statue der ruhenden Maria Magdalena (1728). Gegenüber von Ihnen stand die Pilgerkapelle Erhöhung des Hl. Kreuzes.

 

11. Onuphrius und Johannes der Täufer

Der Pilger Onuphrius (neben Ihnen) sieht nach 60 Jahren Einsamkeit in der Wüste erstmals wieder einen Menschen. Das Erschrecken, die innere Unruhe und die angespannten Muskeln hat Matthias Braun meisterhaft eingefangen. Der Pilger schaut in die Richtung, aus der die Kurgäste von Kuks kamen. Vielleicht wird Onuphrius nur deshalb mehr geschätzt als der gegenüber ruhende Heilige Johannes der Täufer mit dem Schäfchen, weil er stark beschädigt ist. Immerhin handelt es sich um eines der größten Kunstwerke von Braun, das in nichts hinter dem Schaffen Michelangelos zurücksteht. Die Gruppe stellt eines seiner ersten Werke dar und wird schon 1726 von der Kommission erwähnt, die sich mit dem Grenzstreit zwischen Graf Sporck und den Jesuiten zu befassen hatte.

 

12. Juan Garinus

Die Statue des Juan Garinus war Gegenstand eines Grenzstreits zwischen Graf Sporck und den Jesuiten, sie stand nämlich auf deren Grund und Boden. Nach der Legende hatte Garinus die Tochter des Grafen von Barcelona vergewaltigt und ermordet. Zur Strafe sollte er auf der Erde kriechen wie ein Tier, bis ihm vergeben wird. Matthias Braun hat den Augenblick eingefangen, als der Pilger von den Hunden des Vaters des ermordeten Mädchens aufgespürt wird. Der Garinus ist wohl die anatomisch am besten ausgearbeitete Figur, die in Tschechien zu finden ist. Über der Gestalt hängt das Sporck’sche Wappen und in der Höhle befindet sich ein Sitz mit dem Abdruck der gräflichen Hand.

Aus Brauns Bethlehem wurden Steine für den Bau der Festung Josefov gebrochen.

 

13. Der christliche Soldat

Graf Sporck hatte öfter Streit mit den Jesuiten im benachbarten Schurz, dem heutigen Žireč, und ließ keine Gelegenheit aus, sie zu ärgern. An dieser Stelle stand die Statue des großen christlichen Soldaten (heute in Kuks). Sie drohte mit dem Schwert Richtung Schurz und von den Fenstern der jesuitischen Residenz aus war sie gut zu sehen. Auf dem Felsen rechts von Ihnen war die Hölle aufgemalt - die Teufel sahen den Jesuiten ähnlich. Erst nachdem ihm eine Untersuchung durch die Inquisition angedroht worden war, erlaubte der Graf, dass die Hölle von Petr Brandl mit der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten übermalt wurde.



14. Gehen wir zusammen nach Bethlehem (Der Parkplatz an Brauns Bethlehem)

Wer Brauns Bethlehem nicht gesehen hat, kann nicht von sich sagen, dass er das böhmische Barock kennt. Die Skulpturengruppe ist schon seit 300 Jahren ein beliebtes Ziel der Kurgäste aus dem nahen Kuks. Der so genannte Neuwald verwandelte sich auf Befehl des Grafen Sporck in einen Park voller Fontänen, Einsiedeleien, Kapellen und Bilder. Matthias Braun schuf hier eine Reihe von Monumentalplastiken, und zwar direkt in den Sandsteinfelsen und Felsblöcken zwischen den Bäumen, und so entstand hier eine einzigartige Skulpturengalerie unter freiem Himmel.

Von Brauns Bethlehem führt Sie ein Lehrpfad bis nach Kuks.

 

15. Die Aussicht über die Sporck’sche Herrschaft

Von hier aus können Sie fast die gesamte ehemalige Herrschaft Gradlitz rund um Choustníkovo Hradiště  überblicken. Direkt vor Ihnen liegt das Gelände des früheren Barockbads in Kuks und das Braun’sche Bethlehem im so genannten Neuwald hinter Ihnen bot den Kurgästen einen ruhigen Ort zum Nachdenken. Kuks war jedoch auch sehr beliebt für seine lauten Hetz- und Parforcejagden, die auf der anderen Seite der Herrschaft im tiefen Bokouš-Wald hinter Kuks rund um das Hubertus-Tal stattfanden.

 

16. Die Eremitage S. Francisci

Auf dem Felsblock unterhalb des Wegs ist als Relief der Stigmatisierung des Hl. Franziskus dargestellt. Der heilige Mann schaut hier zum gekreuzigten Jesus auf. Es handelt sich dabei offenbar um die erste von Matthias Braun in den nackten Felsen gehauene Arbeit. 1701 wurde oberhalb des Reliefs die Eremitage S. Francisci errichtet. Hier lebte ein Einsiedler, der von Graf Sporck verpflichtet worden war, den Kurgästen eine Rast auf dem halben Weg von Kuks zu Brauns Bethlehem anzubieten.

 

17. Die Madonna mit dem Kind

Neben Mäzenen vom Typ eines Grafen Sporck haben in dieser Gegend auch hier ansässige einfache Leute und ungenannte Bildhauer ihre Spuren hinterlassen, und zwar gewöhnlich an Orten, an denen etwas Außergewöhnliches geschehen war. Die Statue der Madonna mit dem Kind steht hier seit 1884. Aufgestellt wurde sie von der Bäuerin Khun aus dem nahe gelegenen Zaloňov am Ende ihres Feldes aus Dankbarkeit dafür, dass ihr Vater hier einen Blitzschlag überlebt hatte.

 

18. Der Bahnhof

Züge halten in Kuks bereits seit 1858. Die Eisenbahn hat schon damals mitgeholfen, Kuks in ein beliebtes Ausflugsziel zu verwandeln. Über die so genannte Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn fuhr der Zug von Pardubice über Kuks bis nach Reichenberg (Liberec), die damals zweitgrößte Stadt in Böhmen, und der industrielle Norden Böhmens erhielt damit endlich eine Bahnverbindung nach Wien und Prag. Die ganze 250 km lange Strecke wurde von einer Privatgesellschaft gebaut.

 

19. Spitalgarten

Ein regelmäßiger Grundriss, kleine Kieswege, sorgfältig geschnittener Buchsbaum, Riesenobelisken und eine ganze Statuenreihe. Ein Schlossgarten an der Loire? Von wegen, das ist der Kräutergarten des Spitals in Kuks. Hier wurden Obst, Gemüse und Kräuter für das Spital und die Apotheke Zum Granatapfel angebaut.

Der große christliche Kämpfer in der Mitte und die anderen Statuen wurden von Brauns Bethlehem in die Sicherheit des Gartens gebracht.